Urlaub im Denkmal

Schloss Fischbach

Jelenia Gora, Polen

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Geschichte

Der ursprünglich eher kleine von einem Wassergraben umgebene Wehrbau wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte gehörte das Gut vielen reich begüterten schlesischen Adelsgeschlechtern, wurde mehrmals erweitert und umgebaut. Durch einen umfassenden Schlossumbau durch die Familie von Kanitz um 1700 wurde die Anlage zu einem Viereck zusammengeschlossen. Die alte Zugbrücke aus Holz wurde durch einen steinernen Brückenbogen ersetzt, der noch heute erhalten ist. In der Torstube rechts vom Eingang haben sich die Renaissance-Stuckverzierungen bestehend aus Rosetten, Sternen und Köpfen erhalten. Ungefähr 100 Jahre später wurde unter Caspar von Zedlitz der Bau des neuen hölzernen, mit Blech gedeckten und mit einem vergoldeten Turmknopf und einer Wetterfahne gezierten Schlossturms abgeschlossen.

Der wohl berühmteste Schlossbesitzer wurde 1822 Prinz Wilhelm von Preußen, Bruder Friedrich Wilhelms III., des zu dieser Zeit regierenden Königs. Seine Gemahlin, Prinzessin Marianne, für die er Schloss Fischbach gekauft hatte, notierte am 2. April 1822 in ihrem Tagebuch: „Heut kam die Nachricht, daß Fischbach uns ist - so habe ich denn alle irdischen Wünsche erreicht.“ Schloss Fischbach erlebte unter den Hohenzollern eine neue Blütezeit und das Hirschberger Tal wurde in ganz Europa bekannt. Nach dem Erwerb wurde das Schloss im Stil der Neogotik umgebaut, der Vorentwurf wird K. F. Schinkel, dem Baumeister und Innenarchitekten des königlichen Hauses zugeschrieben. Es ist vermutlich ihm zu verdanken, dass die Dächer auf eine Höhe gebracht und die Zinnen und Zinnenkränze hinzugefügt wurden. Die prinzliche Familie verbrachte hier fast jedes Jahr die bis Dezember ausgedehnte warme Jahreszeit. Fern der strengen Hofetikette konnte man hier die ländliche Idylle genießen. Nach dem Tod des Prinzen Wilhelm 1851 ging das Anwesen an die ältere der beiden Töchter, Prinzessin Elisabeth über, die seit 1836 mit Prinz Karl von Hessen verheiratet war.

Fischbach blieb bis 1945 Privateigentum des Hauses Hessen. Nach dem 2. Weltkrieg waren im Schloss nacheinander eine Volkshochschule und ein Kinderheim untergebracht. Danach stand das Schloss leer. In späteren Jahren wurde versucht, das Schloss unterschiedlich zu nutzen, jedoch scheiterten alle Versuche. Nach mehrfachen Besitzerwechseln und trotz Erhaltungsmaßnahmen war das Gebäude immer mehr vom Verfall bedroht. Schloss Fischbach geriet in einen Dornröschenschlaf.

Durch die in den Jahren 2010 - 2014 vom neuen Eigentümer beeindruckend durchgeführte Sanierung erhielt das Schloss wieder seinen alten Glanz zurück. Die Liebe zum Detail und das Bemühen um den Erhalt der historischen Substanz ist in allen Bereichen spürbar. Insgesamt 20 Zimmer und Suiten des Hauses bieten stilvollen Wohnkomfort. Schloss Fischbach wird mit Thermalwasser beheizt, das aus etwa 2000 Meter Tiefe mit eigener Kraft an die Erdoberfläche sprudelt; ökologisch, gesund, umweltschonend. Das heilkräftige Wasser, das direkt zum Schlossgebäude befördert wird, ist von sehr guter Qualität. Zurzeit wird jedes Hotelbadezimmer damit gespeist. Den Gästen stehen ein À-la-carte-Restaurant, ein Billardzimmer, eine Bibliothek, ein Wellnessbereich, ein Fitness- und ein Massageraum zur Verfügung. Im Restaurant erwarten die Gäste eigene Kreationen des Küchenchefs. Serviert wird moderne polnische von internationalen Einflüssen geprägte Küche. Vom Frühling bis in den Herbst hinein ist der malerische Schlossinnenhof Teil des Restaurants.

Lage und Besonderheiten

Schloss Fischbach liegt umgeben von Riesengebirge und Isergebirge am Fuße der Falkenberge im Hirschberger Tal im Südwesten Polens in Niederschlesien. Diese Gegend ist für viele Wanderrouten mit atemberaubenden Aussichten, malerische Landschaften sowie interessante Felsengruppen zum Klettern bekannt. Die günstige Lage im Dreiländereck (Polen, Deutschland, Tschechien) ermöglicht es, die gesamte Region zu erkunden. Die nächstgelegenen Flughäfen sind: Wrocław (Breslau) - ca. 120 km, Dresden - ca. 160 km, Praha (Prag) - ca. 170 km.

Seit Oktober 2014 sind im Schloss ein Boutiquehotel und ein Restaurant untergebracht. Die beeindruckenden Räumlichkeiten - teilweise originalgetreu saniert und mit historischem Mobiliar ausgestattet - sind wie geschaffen für Geschäftstreffen im kleinen Kreis, private Feste, Familientreffen und Hochzeitsfeiern. Der Schutz der Privatsphäre unserer Hotel- und Restaurantgäste ist uns besonders wichtig, deshalb ist Schloss Fischbach für Besucher nicht zugänglich. Der mittelalterliche Wassergraben schützt nach wie vor den ganz persönlichen Bereich der hier logierenden Gäste.

Wohnen
2 historische Suiten, 2 Suiten mit getrennten Schlaf- und Wohnzimmer, 9 Junior Suiten, 6 standard-Zimmer und 1 Zimmer standard plus
Ort
Karpniki (ehem. Fischbach), Hirschberger Tal, Niederschlesien, Polen
Umgebung
Jelenia Góra (Hirschberg), Świdnica (Schweidnitz), Wrocław (Breslau)
Riesengebirge
Essen und Trinken
À-la-carte-Restaurant im Schloss, Bierbrauerei in Miedzianka (Kupferberg), diverse Gastronomie-Konzepte in der Umgebung: von gutbürgerlich bis gehoben
Kultur
Museen: Jagniatków (Agnetendorf): Gerhart-Hauptmann-Haus; Jelenia Góra (Hirschberg): Muzeum Karkonoskie/Riesengebirgsmuseum; Das Tal der Schlösser und Gärten: Die einzigartige Region im Hirschberger Tal mit vielen Schloss- und Parkanlagen eingebettet in die natürliche Landschaft mit weitläufigen Wiesen und Waldgebieten
Entspannen
Wellness im Schloss, Massagen, Wandern, Radfahren, Klettern, Sehenswürdigkeiten besichtigen

Lage

Ihre Ansprechpartnerin
Jowita Selewska

ul. Łąkowa 1

58-533 Karpniki

Polen

Telefon 0048 757122140

info@zamekkarpniki.pl

www.schlossfischbach.de